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     Englandfahrten des MSCM

 

 

 

 

 


 

 

Das große "International Triumph Weekend" ist so etwas wie ein "muss" in der Triumph Szene. Jeder Triumph Besitzer der etwas auf sich und seinen Triumph hält muss mindestens einmal mit seinem Fahrzeug auf diesem Treffen in England gewesen sein. Ca. 500 oder mehr Triumph Fans treffen sich zu einem zwanglosen Camping Wochenende.

Hier eine Sammlung von Bilder aus verschiedenen Jahren und ein Reisebericht aus dem Jahr 2006.

 

 

Malvern 2006 - "The same procedure as every year"    von Norbert  

Oder doch nicht?

 

 

 

Es hat sich einiges geändert. Die Overseas-Teilnehmer sind deutlich geschrumpft. Sage und schreibe 7 Teilnehmer an der Overseas Parade (davon alleine 3 aus unserem Konvoi). Der Overseas-Empfang war gar nicht mehr als Programmpunkt ausgewiesen und fand in aller Stille statt. Die sanitären Anlagen waren mal sauber. Die Wege frisch asphaltiert. Die Hot-Lady wurde nicht gesichtet und es gab abends kein Guinness. Dafür aber am Freitag und Samstag jeweils eine Band im Abend-Programm. Manfred war dieses mal nicht dabei (beruflich verhindert). Bernd Amling war auch nicht dabei und somit mussten wir auf den guten Schnaps und die fränkischen Würste verzichten. Und schließlich und endlich fehlten die bisherigen Berichtschreiber. Was dazu führte, dass ich am Frankfurter Stammtisch ausgedeutet wurde.

Doch wollen wir mal die Story von Anfang an erzählen. Aus dem Rhein-Main-Gebiet hatte sich Donnerstags um 6:30 Uhr ein Konvoi Richtung Malvern in Bewegung gesetzt. Gerd mit Horst im TR6, Klaus und Carola im TR5, Norbert , Franz und Reiner im Versorgungsfahrzeug - Espace, vollgestopft bis unters Dach. Unterwegs sind dann noch Wolfgang und Jörg aus Bad Orb (Freunde von Gerd) mit ihrem TR4 zu uns gestoßen.

Die Fahrt verlief problemlos, außer tanken und Essen fassen gibt es nichts zu berichten. Wir nahmen die Fähre von Dunkerque um 14 Uhr (auf gut deutsch Dünnkirchen) nach Dover (knapp 2 Stunden). Die Norfolkline (komplett neue Flotte) bot  die preislich günstigste Variante zur Tageszeit, 78 € hin und zurück. Natürlich sind wir dann mit Verspätung (die Briten haben das Verladechaos einfach nicht im Griff) angekommen und konnten den Stau südwestlich von London voll genießen (über 2 Stunden).

Schließlich in Malvern angekommen, standen wir vor verschlossenen Toren und es begann die Sucherei nach einem Schlupfloch. Hinter den Pferdeställen da war doch was, erinnerte sich Gerd. Und tatsächlich eine Reihe Betonpoller. Das sah vielversprechend aus. Aber passen wir da durch? Na ja, mal probieren und tatsächlich die TR's passten saugend durch. Nur unser Versorgungsfahrzeug hatte da seine Probleme. Aber das Problem wurde auch gelöst. Wie, wird hier aber nicht verraten, denn wir wollen dies vielleicht noch öfters nutzen. Wir bauten dann unser Zeltlager an unserem Stammplatz auf und erholten uns erst mal von den Strapazen der Fahrt.

Am nächsten Morgen wurden wir von Staplerfahrern und  Gemurmel geweckt. Wir hatten Zuwachs bekommen. Michael Matuszewski und sein Kumpan Michel hatten sich mit Lieferanten reingemogelt. Der Freitag diente dann der allgemeinen Regeneration und zur Kräftesammlung für die bevorstehenden Ereignisse.

Die da waren: Hallenöffnung am Samstag um 9:30 Uhr. Aber schon ab 9:00 unruhiges auf und ab von unserem Ober-Fuggerer Michael. In den Hallen waren die üblichen Firmen zu finden. Die Anzahl der privaten Händler und das Angebot ist aber stark rückgängig. So wurde von uns eigentlich nur wenig gekauft, zumal der GBP-Kurs seine abschreckende Wirkung nicht verfehlte und unser Platzangebot auch nur beschränkt war. Horst hatte zwar mit einem Triumph Dove GTR4 (Baustelle) geliebäugelt, aber dann doch auf Anraten von Reiner die Finger davon gelassen. Michael ging Getriebe-technisch diesmal leer aus und hatte darüber hinaus noch eine Enttäuschung im "Bring and Bye Sale". Seine geglaubt "wertvolle" TR3-Lenkung für 270 GBP hat er tags darauf durch Streichung der 2 auf 70 gesenkt und hat am Sonntag-Abend gefrustet die Heimfahrt vorzeitig angetreten.

Ansonsten lief die Veranstaltung nach dem üblichen Prozedere ab. Es sind ja jedes Jahr die üblichen Programmpunkte, die jedem, der schon einmal auf "International Weekend" war, bekannt sein dürften, z.B. "Fun dog show", "Wooden Spoon" und vieles mehr.

Klaus durfte mit seinem TR5 am "Concours d'Elegance & Pride of Ownership" teilnehmen, ging aber leer aus, denn sein Schwerpunkt beim Auto liegt beim Fahren und nicht beim Putzen - wie er den erstaunten Briten mitteilte. Als Entschädigung hat aber ein Schreiberling von der Triumph World ein Fotoshooting mit seinem TR5 abgehalten.

Am Abend stand dann das Unterhaltungsprogramm in der Severn Hall an. Hier beteiligten sich Gerd und Horst an der Trockenlegung der Severn Hall. Hierbei hat es sich nicht um Regenwasser gehandelt, denn das Wetter war uns dieses mal hold. Bis auf ein paar kleine Schauer am Samstag hatten wir die gleichen heißen Tage wie zu Hause. Kein Land unter wie im vorigen Jahr.

Außer unserer Truppe war Arthur Williams noch vor Ort. Er hat aber bei seinen britischen Bekannten gezeltet. Besucht haben uns Rene Garrebeek, der in England mit dem Motorrad unterwegs war, und Wolfgang Schwerber, der z. Zeit beruflich in London weilt. Angeblich wurde auch die Truppe Kohlhaas/Hense gesichtet. Das war es auch schon von IG SW. Vom deutschen TR Register keine Spur.

Apropos "International Weekend", das "Inter" sollte man streichen. Der Rückgang der Overseas ist schon frappierend. Es gibt auch seitens der Veranstalter keine Anreize. Die Fahrtkosten sind bei den derzeitigen Spritpreisen (in GB 1,60 € der Liter Super, Diesel noch darüber) kein Pappenstiel. Dazu kommt dann noch der Eintritt (1 Auto, 2 Personen und Zelt um die 35 GBP, das sind umgerechnet um die 100 DM). Zum Glück waren wir in Punkto Essen & Trinken gut eingedeckt.

Am Montag traten dann Wolfgang und Jörg im TR4 die Heimreise alleine an. Ob sie angekommen sind, ist uns bis dato nicht bekannt. Wir hatten uns ein paar Tage mehr gegönnt und haben montags Malvern in Richtung Südküste verlassen.

Die nächste Nacht hatten wir in der Nähe von Beaulieu vorgesehen. Wir fanden dann auch eine Camping-Gelegenheit im New Forrest, nicht preiswert, dafür ohne Duschen, aber mit Begegnungen der besonderen Art - freilaufendes Getier wie Longhorns, Schafe, Esel und Ponys. Hier entpuppten sich die Ponys als sehr aggressiv bei der Aufarbeitung der Verpflegungsvorräte der Camper. Franz und Horst versuchten sich als Pferdeflüsterer, mit geteiltem Erfolg. Horst konnte nur knapp ein Huftritt entkommen.

Anschließend statteten wir dem National Motor Museum einen überteuerten Besuch (16 GBP) ab. Ist es nicht wert! Aber auf der Insel ist scheinbar alles etwas teurer. Außer bei ein paar schön gemachten Szenarien (Werkstatt, Einkaufstraße), standen die Fahrzeuge so dicht gedrängt und zusammenhanglos gemischt, dass sie nicht zu Wirkung kamen. Schlimmer ist es nur noch im Heritage Motor Centre.

Die weitere Fahrt führte uns durch das völlig überlaufende Brighton - parken für 3 Autos nahezu unmöglich. Nach dem Durchfahren unzähliger Kreisverkehre landeten wir im Badeort Seaford. Hier teilte sich die Truppe für eine Nacht. Ein Teil wählte den Campingplatz am Strand - Gerd wollte ja unbedingt baden. Unser Equipment war auch schon etwas in Mitleidenschaft gezogen - Stuhl, Matratze und Schlafsack mit Defekten oder Totalausfall. So wollte der andere Teil es etwas bequemer haben und zog ein Bett im B&B-Quartier vor. Allerdings bekamen wir nur ein 3-er Zimmer mit doch gewaltigem Schnarchpegel. Am Abend huldigten wir noch gemeinsam bei britischem Beef dem in Malvern verpassten Guinness und am nächstem Morgen dem obligatorischen englischen Breakfast. Bei den Sägemehl-Würstchen gab es natürlich Zurückhaltung.

Am Mittwoch, unserem letzten Tag, fuhren wir gemächlich via Hastings nach Dover und mit der Fähre zurück nach Dunkerque. Auf der letzten Etappe nach Hause mussten wir dann noch mal die Luft anhalten. Die TR's haben gehalten, aber an meinem Espace ist der Krümmer gerissen und die Temperatur der Auspuffgase hat da einigen Unfug im Motorraum angerichtet. Wir sind aber dennoch heil angekommen und haben es im nachhinein doch als einen gelungenen Trip verbucht.

Die Schmerzgrenze ist scheinbar noch nicht erreicht und somit werden wir uns wohl nächstes Jahr wieder in Malvern auf dem Three Counties Showground sehen.